Deutsche Renaissance

Der Begriff Renaissance bezeichnet zunächst eine Art ,,Wiedergeburt”, das Wort stammt aus dem Französischen. Die Renaissance umfasst eine Kulturepoche zwischen dem 15. und 16. Jahrhundert und beschränkt sich nicht bloß auf Deutschland, sie fand in vielen Ländern Europas statt.

Im Zuge der Renaissance wollten Gelehrte und Künstler ihr Interesse an der Antike zum Ausdruck bringen, entsprechend hatten ihre Werke großen Einfluss auf die Architektur, Literatur und Malerei dieser Zeit. Die Künstler nahmen auf unterschiedliche Weise Einfluss, weshalb sich die Ausprägungen in den einzelnen Ländern unterscheiden, der Grundgedanke war aber dennoch ein ähnlicher.

Den zentralen Zeitraum nehmen das 15. und 16. Jahrhundert ein, aber auch die Spätrenaissance ist ein wichtiger Begriff, sie wird auch Manierismus genannt. Die Epoche wurde durch den Barock abgelöst, außerhalb von Italien gab es außerdem über eine längere Zeit Abwandlungen der Gotik. Nordeuropa war außerdem protestantisch, weshalb man sagen kann, dass die Reformation die Renaissance gewissermaßen überlagerte.

Künstler der Zeit

Die Renaissance hat diverse Künstler hervorgebracht, die uns auch heute noch ein Begriff sind. Die Werke einiger Künstler haben im wahrsten Sinne des Wortes Geschichte geschrieben, entsprechend gibt es Namen, die jeder kennen sollte.

Zu den bekanntesten Künstlern zählen Berühmtheiten wie Leonardo da Vinci, Michelangelo, Tizian oder Bramante. Auch im deutschen Sprachraum finden sich bekannte Namen, darunter beispielsweise Albrecht Dürer. Auch Schriftsteller wie William Shakespeare und Dante Alighieri lassen sich hier einordnen. Obgleich die Reformation die Renaissance also in einigen Teilen Europas überschattete, war die Renaissance vor allem im Bereich der kulturellen Entwicklungen von zentraler Bedeutung.

Die Ursprünge

Das arabische wie auch griechische Wissen und die Ideen der Antike spielten in der Renaissance eine zentrale Rolle. Man wollte verloren Gegangenes wieder zum Leben erwecken. Verschiedene Künstler und Wissenschaftler durchforsteten alte Bibliotheken, sie lasen bekannte Werke von Denkern wie Cicero und Platon. Im Zuge des Endes des Byzantischen Reichs kamen viele Gelehrte nach Italien, diese brachten Wissen über die griechische Antike mit.

Neben kulturellen und politischen Strömungen spielten aber noch andere Faktoren eine Rolle: Einen wichtigen Anstoß gaben zum Beispiel extreme Pandemien wie der Pest, auch „schwarzer Tod“ genannt. Der Ausbruch der Pest veränderte, so die Theorie, die Weltanschauung. Man konzentrierte sich mehr auf das Irdische statt auf das Jenseits und die Spiritualität.

Selbstverständnis und Philosophie

Wie bereits erwähnt, spielt im Zuge der Renaissance der antike Geist eine wichtige Rolle, denn dieser sollte wieder zum Leben erweckt werden. Auch der Humanismus stellte eine wichtige Strömung dar, entsprechend sollte die humanistische Bildung gefördert werden. Man versuchte, die geistig-mystischen Ideen in neue Denkansätze zu transformieren. Statt um Spiritualität sollte es um Klarheit und wissenschaftliche Fakten gehen. Beispielhaft dafür ist die Proportionsstudie da Vincis, die heutzutage jedem bekannt ist.

Die Renaissance ist vornehmlich am Plantonismus angelehnt, die Bedeutung des Humanismus nahm ebenfalls zu. Dies zeigt sich zum Beispiel in der bildenden Kunst: Künstler befassten sich eingehend mit der Natur, so sollten Dinge entsprechend naturgetreu abgebildet werden. Besonders der Maler Giotto war dafür bekannt, äußerst naturgetreue Gemälde anzufertigen. Aber auch in anderen Kunstbereichen, zum Beispiel der Bildhauerei und der Architektur, fand das Prinzip der Renaissance Anwendung. In der Bildhauerei wurde der Mensch etwa häufig nackt dargestellt, um möglichst naturgetreu zu sein.