Preußen und das Ende des Römischen Reichs

Dieser Artikel befasst sich mit mehr den geschichtlichen Ereignissen als der Wissenschaft und Philosophie, hier soll es um die Entstehung und Geschichte Preußens gehen.

Seit dem Spätmittelalter war Preußen ein Land an der Ostsee, das sich zwischen Pommern, Polen sowie Litauen erstreckte. Nach 1701 wurde es ein weitaus größeres Staatswesen, welches einen Großteil Deutschlands einschloss und außerdem bis Ende des Zweiten Weltkrieges fortbestand.

Der Name ,,Preußen“ bezeichnet ursprünglich einen Teil des Deutschordenstaats, das Gebiet der Prußen sowie die Herrschaftsgebiete, die außerhalb des Heiligen Römischen Reichs lagen. Hauptstadt des Herzogtums Preußen war außerdem Königsberg, während die des Königsreichs beziehungsweise des späteren Freistaats Berlin war.

Ein Überblick

Der Name stammt zunächst von den Prußen, den baltischen Ureinwohnern. Die Landschaft entsprach außerdem in etwa Ostpreußen, das sich später entwickelte. Es bildete das Zentrum des sogenannten ,,Deutschordensstaates“. Geteilt wurde dieses Gebiet im Jahr 1466 im Zuge des Zweiten Frieden von Thorn. Man teilte das Reich in das Königliche Preußen und den Restordensstaat. Diese Säkularisierung führte zum weltlichen Herzogtum Preußen, welches aus Erbgründen an die Kurfürsten von Brandenburg übergeben wurde.

Militär und Rechtsstaat

Preußen entwickelte sich aus zwei verschiedenen Landesteilen, der Markgrafschaft Brandenburg sowie dem Herzogtum Preußen. Ersteres zählte zu den Kurfürstentümern des Heiligen Römischen Reiches, während das Herzogtum Preußen aus dem Deutschen Orden hervorging.

Preußen war zunächst wie andere deutsche Staaten, vergleichbar mit Sachsen oder Bayern. Es wuchs aber immer weiter, irgendwann gehörte der Großteil Norddeutschlands zu Preußen. Die folgenden Könige waren immer bestrebt, Preußen zu vergrößern und militärisch zu verstärken. Preußen wurde so schließlich zur Großmacht, ganz besonders Friedrich der Große war an diesem Vorhaben beteiligt. Er war es außerdem, der den Rechtsstaat gründete. Gerecht sollte er sein, ein für die damalige Zeit durchaus fortschrittlicher Gedanke.

Das Prinzip Preußens beinhaltete, dass jeder dem Staat dienen sollte, und das schloss den König wie auch jeden einzelnen Mann, jede Frau und jedes Kind ein. Es galt also, der Regierung zu gehorchen. Es gab entsprechend weniger Freiheiten und das Militär spielte eine wichtige Rolle. Die Bürger hatten sich außerdem an Eigenschaften zu orientieren, die als wichtig angesehen wurden. Dazu zählten zum Beispiel Fleiß, Bescheidenheit und natürlich die Pflichterfüllung. Neben all diesen Einschränkungen war Preußen bis zu einem gewissen Grad auch durchaus liberal: Preußen nahm zum Beispiel Asylanten auf, und das aus allen Ländern. Außerdem war es allen Bürgern erlaubt, ihren Glauben frei zu praktizieren.

Deutsches Reich

Im 19. Jahrhundert wurde die Forderung laut, aus den deutschen Staaten ein großes deutsches Reich zu formen. Für Preußen galt es, diesen Zusammenschluss möglich zu machen, war es doch der größte und mächtigste Einzelstaat des Landes. Dem Ministerpräsidenten Bismarck gelang dies. Im Jahr 1871 gründete er das Deutsche Reich. Damit gelang es ihm, alle Staaten der Führung von Preußen zu unterstellen. Aus dem preußischen König wurde dann der deutsche Kaiser, seine Hauptstadt wurde auch die Hauptstadt ganz Deutschlands. Diese Hauptstadt kennen wir noch heute: Berlin.

Preußen als Vorbild

Preußen war gefährlich und hatte seine schlechten Seiten, es gab aber auch gute Seiten. Neben all der berechtigten Kritik lässt sich auch festhalten, dass Bescheidenheit, Fleiß und der Einsatz für Andere großgeschrieben wurden. Das sind durchaus Attribute, die auch heute noch schätzenswert sind.